Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2020: Perspektiven und Empfehlungen für eine Verbesserung der Grünlandbiodiversität über kraftfutterreduzierte Produktionsstrategien in der Milchviehhaltung

Die Zielsetzung dieses Projektes ist es, Strategien und Instrumente in der Milchviehhaltung zu identifizieren, bei denen die biologische Vielfalt im Grünland erhalten und gefördert wird und zugleich eine wirtschaftlich rentable Milcherzeugung gesichert ist. Ausgangspunkt der Untersuchungen sind dabei kraftfutterreduzierte Produktionssysteme und die forschungsleitende Hypothese, dass diese eine Chance zur Verbesserung der Grünlandbiodiversität bieten können, ohne dass die wirtschaftliche Lebensfähigkeit der Milchviehbetriebe beeinträchtig wird bzw. dass solche Produktionssysteme eine dauerhaft tragfähige ökonomische Entwicklungsoption darstellen. Bei Milchviehbetrieben mit einer kraftfutterreduzierten Milchviehhaltung hat die Nutzung von Grünland und Grundfutter einen besonders großen  Stellenwert. Bausteine des Projektes sind wissenschaftlich fundierte Analysen zur kraftfutterreduzierten Wirtschaftsweise und ihrer Wirtschaftlichkeit in Verbindung mit einer detaillierten Erfassung der dahinterstehenden Produktionsstrategien und der Biodiversität der bewirtschafteten Grünlandflächen. Auf dieser Basis sollen politikrelevante Handlungsempfehlungen sowie mögliche Förderstrategien auch für die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2020 abgeleitet werden.

Das Vorhaben wird vom Kasseler Institut für ländliche Entwicklung e.V. (Dr. Karin Jürgens, Prof. Dr. Onno Poppinga, Dr. Frieder Thomas, Lukas Kiefer, Thomas von Elsen) in Kooperation mit Prof. Dr. Johannes Isselstein von der Arbeitsgruppe Graslandwissenschaften der Universität Göttingen bearbeitet.

 

Projektbezogene Publikationen

Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2020: Perspektiven und Empfehlungen für eine Verbesserung der Grünlandbiodiversität über kraftfutterreduzierte Produktionsstrategien in der Milchviehhaltung (BioDivMilch)
F+E Vorhaben im Rahmen des UFOPLAN 2017 des Bundesamtes für Naturschutz (BfN)
FKZ: 3517 840 300
Unveröffentlichtes Manuskript
Autor*innen:
Karin Jürgens, Frieder Thomas und Onno Poppinga (Kasseler Institut für ländliche Entwicklung e.V.)
Katharina Bettin und Johannes Isselstein (Universität Göttingen, Abteilung Graslandwissenschaften)

 

Jürgens, Karin (2021): Mit wenig Kraftfutter auskommen. In: Allgäuer Bauernblatt 52/1/2021

Jürgens, Karin (2021): Milcherzeugung der Zukunft, Kraftfutterarme Fütterung ist wirtschaftlicher. In: BioNachrichten: Ausgabe 05/ Oktober 2021

Bettin, Katharina (2021): Milcherzeugung der Zukunft. Weniger Kraftfutter, mehr Arten. In: Unabhängige Bauernstimme. 11-2021 S. 7

Jürgens, Karin (2021): Viel Milch aus Grünland entscheidend für Wirtschaftlichkeit. In: Unabhängige Bauernstimme. 10-2021 S. 6f

Jürgens, Karin (2021): Gewinn durch Verzicht. Kraftfutterarm erzeugte Milch hilft Betrieben und fördert die biologische Vielfalt – Bericht aus einem aktuellen Forschungsprojekt. In: Der kritische Agrarbericht 2021. S 157ff

Jürgens, Karin und Katharina Bettin  (2020): Politik für Milch aus Gras. In: Ökologie und Landbau 04/2020. S 42f www.oekologie-landbau.de

Bettin, K., Komainda, M., Tonn, B., Isselstein, J. (2020): Grassland plant species richness in dairy farming systems with different feeding strategies. Grassland Science in Europe 25, 451-453. (Posterbeitrag)

Arbeitsergebnisse 14: April 2020, Für mehr Artenvielfalt im Grünland: Die Wettbewerbsfähigkeit der kraftfutterreduzierten Milchviehhaltung stärken!
Karin Jürgens, Frieder Thomas und Onno Poppinga (Kasseler Institut für ländliche Entwicklung e.V.)
Katharina Bettin und Johannes Isselstein (Universität Göttingen, Abteilung Graslandwissenschaften)
policy paper. 20 Seiten

Jürgens, Karin; Bettin, Katharina et al. (2020) Für mehr Artenvielfalt im Grünland: Die Wettbewerbsfähigkeit der kraftfutterreduzierten Milchviehhaltung stärken! Policy-Paper. Arbeitsergebnisse 14. Kasseler Institut für ländliche Entwicklung, Gleichen und Konstanz 2020.

Jürgens, Karin (2020): Viel Gras und möglichst wenig Kraftfutter. Artenvielfalt und Milchbauern profitieren. In: Kultur und Politik 2/2020. BioForum Schweiz. Zeitschrift für ökologische, soziale und wirtschaftliche Zusammenhänge.

Jürgens, Karin (2018) Studie zur Wirtschaftlichkeit von Milchviehfütterung. Es geht auch ohne Kraftfutter. In: Politische Ökologie 154, Die Zukunft der Landwirtschaft, S. 113

Arbeitsergebnisse 8/2016: Wirtschaftlichkeit einer Milchviehfütterung ohne bzw. mit wenig Kraftfutter. Forschungsbericht zur Studie im Auftrag der Internationalen Forschungsgemeinschaft für Umweltschutz und Umwelteinflüsse auf Mensch, Tier, Pflanze und Erde e.V. (Langfassung). Von Karin Jürgens, Onno Poppinga und Urs Sperling. 87 Seiten